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Internetnachrichten

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.01.2012

Januar 2012

01.01.: Am 20./ 21. Oktober 2012 findet in der Gesamtschule Friedenstal in der alten Hansestadt Herford die Rang-3-Ausstellung "Herford 2012" mit Jugendklasse, offener Klasse und Mini-Wettbewerb (Jugend) sowie einem umfangreichen Rahmenprogramm statt. Die Zentralveranstaltung zum "Tag der Briefmarke" in NRW, zwei Sonderstempel, mehrere Händlerstände, ein attraktives Jugendprogramm und viele andere Aktivitäten sind neben der Ausstellung die Highlights der Veranstaltung. Schon jetzt wirbt Sachsenherzog Widukind, Namenspatron der ausrichtenden Briefmarkengilde Wittekind Herford e. V., vielerorts für das philatelistische Ereignis des Jahres in Ostwestfalen. Aussteller können die die Anmeldeunterlagen anfordern beim Ausstellungsleiter Rüdiger Griese, Siedlungsstraße 17, 32120 Hiddenhausen (bitte 1,45 Euro Rückporto beifügen). Auch weitere Informationen über Anreise, Öffnungszei-ten oder Übernachtungsmöglichkeiten können hier angefragt werden.

1.01.: Wie in der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu lesen ist, versteigerte am 8. Dezember das Schweizer Auktionshaus David Feldman SA den ersten von drei Teilen der Sammlung "Belgien und Belgisch-Kongo" aus dem Besitz des ehemaligen Schach-Weltmeisters Anatoli Karpov. Die auf Albumblätter aufgezogene Kollektion beginnt mit vorphilatelistischer Post aus 1742 und endet mit modernen Probedrucken, Essays und Varianten um 1980. Als das erste Los aufgerufen wurde, war der Auktionssaal gut besetzt, und persönlich anwesende Bieter wetteiferten mit Telefonbietern um die besten Stücke. Es wurden einige sechsstellige Zuschläge erzielt. Ein neuer Weltrekordpreis wurde mit 240 000 (50 000) Euro für einen postfrischen bzw. ungebrauchten waagerechten Sechserstreifen mit rechtem Bogenrand der 10 C "Epaulettes" erzielt. Eine Mischfrankatur Belgien mit Preußen, mit 12 000 Euro geschätzt, stieg auf 135 000 Euro. Von 4000 auf 108 000 Euro schoß eine 20 C "Epaulettes" mit überdimensionalem Bogenrand. Heiß umkämpft war auch ein großformatiger, schwerer Brief, der im Januar 1851 von Nieuport ins französische Boulognesur-Mer lief. Das Porto wurde mit 17 Exemplaren der 40 C "Medaillon" bezahlt. Die phantastische Mehrfachfrankatur, die schon die Sammlung des Tabakkönigs Maurice Burrus zierte, war mit 15 000 Euro geschätzt und erreichte letztlich 84 000 Euro.

01.01.: Zu den Bereichen "Staat und Gesellschaft", "Kunst und Kultur", "Wissenschaft und Technik", "Natur und Umwelt", "Sport" und "Ehrenamt" werden auch im Jahr 2013 vom Bundesministerium der Finanzen Sonderbriefmarken herausgegeben. Gewürdigt werden bedeutende Persönlichkeiten, Jubiläen, Bauwerke und Landschaften sowie denkwürdige Ereignisse auf insgesamt 52 Werten. Aus rund 1000 Vorschlägen für das Jahr 2013 entstand ein vielfältiges Briefmarkenprogramm mit Themen, die die Menschen bewegen. Ein Schwerpunkt des Jahresprogramms 2013 sind herausragende Persönlichkeiten, die der Menschheit mit ihrem Wirken über Grenzen hinweg große Dienste erwiesen haben. Genannt seien: Richard Wagner, der Gründer der Bayreuther Festspiele; Willy Brandt, Friedensnobelpreisträger und Altbundeskanzler; August Hermann Francke, Begründer der Franckeschen Stiftungen zu Halle - eines bis in die Gegenwart reichenden Sozial- und Bildungswerks; Georg Büchner und Friedrich Hebbel, bedeutende Literaten des 19. Jahrhunderts; Julius August Kardinal Döpfner, eine die katholische Kirche prägende Persönlichkeit sowie Rahel Hirsch, die als erste Frau im Königreich Preußen zur Professorin für Medizin ernannt wurde.

01.01.: Nach Informationen aus dem Kreis der Bundesregierung braucht die Bundesdruckerei eine Kapitalspritze von 260 Millionen Euro, um weiter gegenüber den Wettbewerbern bestehen zu können. Verantwortlich für die leeren Kassen sind hohe Pensionslasten und Kreditverbindlichkeiten. Dazu kommen Auftragsausfälle wie jüngst im Zusammenhang mit der geplanten Portoerhöhung. Da die Bundesdruckerei intensiv mit der Vorbereitung neuer Ergänzungswerte beschäftigt war, wurde der Auftrag für die Herstellung der Wohlfahrtsmarken an ein niederländisches Unternehmen vergeben. Nachdem die Portoerhöhung geplatzt war, stand die Bundesdruckerei mit leeren Händen da. Die Bundesdruckerei wird - wohl hauptsächlich, um Kosten zu sparen - in Zukunft auch nicht mehr auf den Messestände der deutschen Postphilatelie vertreten sei. Der Druckexperte Hans Zerbel wird aber weiterhin auf den großen Briefmarken-Messen in Essen, München und Sindelfingen für die Beantwortung von Sammlerfragen zur Verfügung stehen. Die Postphilatelie arbeitet zur Zeit ein Konzept für seinen Einsatz aus.

01.01.: Die "Deutsche Briefmarken-Revue" (DBR) warnt ausdrücklich in ihrer neuen Ausgabe vor Danzig-Stempelfälschungen! Allen Bemühungen von Fälschungsbekämpfern zum Trotz werden auf der Internet-Auktionsplattform eBay weiterhin alte Poststempel zum Kauf angeboten. Dabei ist es eigentlich unerheblich, ob es sich um echte oder falsche Stempel handelt, denn es besteht immer die Möglichkeit, daß ein solcher Stempel anschließend in falsche Hände gerät. Ob nun mit einem echten Stempel eine Marke nachträglich gestempelt wird oder gleich einen Falschstempel erhält, ändert nichts am Ergebnis! In der ersten November-Hälfte bot "sheila789" einen alten Danziger Tagesstempel mit Original-Stempelkissen an, der nach Angaben des Verkäufers bereits benutzt wurde. Der Tagesstempel "DANZIG 5 f 13.10.33 3-4N" ist nach Expertenansicht falsch, da er nicht über die für ein verstellbares Datum erforderlichen Typenräder verfügt. Auch im Rundschreiben Nr. 233 der ArGe Danzig meldete der 1. Vorsitzende Martin Jenrich eine weitere Fälschung eines Danzig-Stempelgerätes. Es handelt sich um den Metallstempel "ZOPPOT (FREIE STADT DANZIG) LUFTPOST" mit Datum "22.11.32. 9-10 V", der auf eBay angeboten und am 5. August 2011 dem erfolgreichen Bieter für 34,27 Euro zugeschlagen wurde. "Unser Mitglied Klaus Götze aus Leipzig setzte sich mit dem Anbieter in Verbindung und erklärte ihm, daß es diesen Stempel nie gab und dieses Angebot wegen Vertrieb von Fälschungsware zurückgezogen gehört", schreibt Jenrich. "Dem kam der Anbieter nicht nach, so daß es zum Verkauf kam (6 Gebote). Der Verantwortliche für Fälschungsbekämpfung beim BDPh wurde nicht informiert. Dieser Falschstempel mitsamt dem Stempeldatum ist nun in der Falschstempel-Auflistung der Danzig-Prüfer enthalten. Der Anbieter ... kann bei mir erfragt werden. Ich weise darauf hin, daß es sich bei diesem Phantasieprodukt um eine plumpe Nachbildung eines Stempelgerätes mit feststehendem Datum handelt." Kontakt zur ArGe: Martin Jenrich, Klingenthaler Str. 29, 12627 Berlin, Telefon 030/9 91 41 66, martin.jenrich@web.de

01.01.: Nach dem Gedenken an die norwegischen Polarforscher Nansen und Amundsen wird am 17.01.012 an den britischen Polarforscher Robert F. Scott erinnert, der vor 100 Jahren - vier Wochen nach Amundsen - ebenfalls den Südpol erreichte und auf dem Rückmarsch am 29. März 1912 verstarb. Der Kieler Philatelisten-Verein von 1931 e.V. richtet am 17. Januar 2012 zwischen 10 und 16 Uhr in der Stadtbücherei Kiel, Andreas-Gayk-Straße, eine Briefmarkenschau aus und bietet an seinem Werbestand ein passendes Belegprogramm für Sammler an. Am Nebenstand führt ein EB-Team der Deutschen Post einen passenden Sonderstempel. Schriftliche Bestellung bei Michael Bergmann, Postfach 28 27, 24027 Kiel, Telefon 04340/43 15, Fax 04340/43 18, info@kieler-philatelistenverein.de.

01.01.: Zum Jahreswechsel gibt es, einige Veränderungen im Bund Philatelistischer Prüfer (BPP): - Für das Prüfgebiet SBZ-Bezirkshandstempel, Bezirk 3, nimmt Dr. Klaus Kalb, Germanenstraße 73, 58509 Lüdenscheid, Telefon 02351/2 44 74, kaelbchens@t-online.de, ab 2. Januar 2012 seine Tätigkeit als Verbandsprüfer des BPP auf. - Bodo Ströh (Prüfgebiet SBZ) stellt seine Prüfertätigkeit im Laufe des Jahres 2012 ein und nimmt Prüfvorlagen nur noch bis zum 31. März 2012 entgegen. - Cornelia Brettl kann zur Zeit keine Prüfsendungen annehmen oder bearbeiten. Wir bitten von Prüfvorlagen abzusehen. - Hans-Jürgen Steffen ist nicht mehr Mitglied der Gruppe der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen des BPP. - René Demuth, Seniormitglied des BPP, ist am 10. November 2011 im Alter von 91 Jahren verstorben. Er war von 1977 bis 1995 Verbandsprüfer für Luxemburg und bis zuletzt dem BPP freundschaftlich verbunden. Änderungen der Adresse bzw. Telekommunikation: - Jürgen Bärsch, Buschungstraße 76, 65205 Wiesbaden, Tel. 0611/4 04 66 66, E-Mai: juergen.baersch@allianz.de; - Dr. Michael Jasch, Telefon 0331/5 05 35 97.

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Dezember 2011

01.12.: Auf der 29. Internationalen Briefmarken-Börse Ende Oktober in Sindelfingen konnte man sich am Stand der Deutschen Post ablichten und das Porträt zusammen mit einem Hintergrundmotiv auf die am 13. Oktober erschienene Blankoganzsache "Deutsche Erfindungen" aufdrucken lassen. Vier verschiedene Hintergrundmotive aus Sindelfingen standen zur Auswahl. Jede Ganzsache kostete 1,90 Euro.

01.12.: Zur Freimachung von Standardbriefen deutschlandweit gibt die Deutsche Post AG zum 2. Januar 2012 das neue selbstklebende Markenset "Nationalpark Jasmund" heraus. Enthalten sind zehn selbstklebende SPWz "Nationalpark Jasmund" aus der Serie "Deutsche National- und Naturparke" à 55 Cent, die am selben Tag auch naßklebend erscheinen. Das Set kostet 5,50 Euro.

01.12.: Auch in 2012 erscheinen parallel zu der naßklebenden SPWz-Serie "Für die Wohlfahrtspflege" ein Markenset mit zehn und eine Markenbox mit 100 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen à 0,55 + 0,25 Euro Zuschlag zugunsten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Der Verkaufspreis des Sets beträgt 8 Euro und der der Markenbox 80 Euro. Ersttag ist der 2. Januar 2012.

01.12.: Der Weihnachtsmann erhält jedes Jahr Hunderttausende von Briefen aus aller Welt, die an das Hauptpostamt des Weihnachtsmannes an den finnischen Polarkreis geschickt werden. Seit den neunziger Jahren können Kunden auch selber Briefe vom Weihnachtsmann bestellen. Der Weihnachtsmann ist immer auf dem neuesten Stand, und als Neuheit für die kommende Weihnacht bietet die Itella Posti Oy die Möglichkeit an, einen Brief vom Weihnachtsmann auch per Smartphone zu bestellen. Die Telefon-App Santa's Letter erhält man kostenlos im App Store, im Android Market und im Ovi Store. Der bestellte Brief vom Weihnachtsmann kostet 7 Euro. Als Zahlungsmittel können Visa- und Euro/MasterCard-Kreditkarten verwendet werden. Im Zusammenhang mit der Bestell-App für den Brief erhält der Kunde weihnachtliche Stimmung für sein Handy, z.B. Fotos vom Hauptpostamt des Weihnachtsmannes, Schnee und Weihnachtsmusik. Der Brief des Weihnachtsmannes wird dem Empfänger mit Weihnachtsbriefmarken und dem Poststempel des Polarkreises versehen an jede beliebige Adresse weltweit geschickt. Der Brief trägt natürlich auch die Unterschrift des Weihnachtsmannes. Der eigentliche Inhalt des Briefes ist eine Überraschung für den Empfänger. Erhältlich sind die Briefe außer auf Finnisch und Schwedisch auch auf Englisch, Deutsch, Japanisch, Chinesisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Italienisch und Holländisch. Die Illustration des Briefes vom Weihnachtsmann stammt von der finnischen Künstlerin Minna Immonen. Der letzte Bestelltag für den Brief des Weihnachtsmannes ist Freitag, der 9. Dezember 2011.

01.12.: Wie aus der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu erfahren ist, übernimmt Oliver Brandes ab 1. Januar 20212 den Aufgabenbereich "Leiter Philatelie" bei der Deutschen Post in Bonn. Brandes ist schon seit einigen Jahren im Bereich Philatelie tätig und leitet bereits seit dem 1. Juli 2011 die für den Bereich Philatelie zuständige Abteilung der Zentrale. Der bisherigen Leiter der Niederlassung Philatelie, Stefan Friedl, übernimmt weiterführende Aufgaben. Friedl wird künftig die neu formierte "Niederlassung Privatkunden/Filialen" mit Sitz in Weiden leiten. Er übernimmt damit die Gesamtverantwortung für die neue Organisationseinheit, die aus der bisherigen Niederlassung Philatelie und den Serviceeinheiten des Bereichs Filialen bestehen wird.

01.12.: Mit der Veröffentlichung des "kompletten" Ausgabeprogrammes für 2012 informierte die Deutsche Post auch über die selbstklebenden Marken, die im Laufe des nächsten Jahres erscheinen sollen:
- 2. Januar - 55 Cent "Nationalpark Jasmund", 55+25 Cent "Wohlfahrt: Rubin" (Marken-Set + -Box);
- 9. Februar - 45 Cent "Schmalspurbahnen im Harz", 145 Cent "Matthäus Daniel Pöppelmann";
- 1. März - 55 Cent "Frühjahrsferien" (Promotionset zu zehn Stück), 2 x 55 Cent "Luchs und Elch";
- 12. April - 90 Cent "Joseph von Fraunhofer";
- 2. Mai - 55 Cent "Fußball" (Promotionset zu zehn Stück);
- 2. Juli - Promotion-Set "Bienen" zu zehn Stück (enthalten ist MiNr. 2799);
- 2. November - 55+25 Cent "Weihnachten"; Promotion-Set "Sixtinische Madonna" zu zehn Stück.

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November 2011

01.11.: Die Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen 2011 bleibt ein deutschland- und europaweite Top-Ereignis der Briefmarkensammler. Davon zeigte sich Projektleiter Jan Billion - der auch Herausgeber der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) ist - überzeugt. Die Mischung aus populären und hochwertigen Elementen sowie umfassender persönlicher Beratung durch die Vereine und Verbände sei wieder bestens beim Publikum angekommen. Der Fachhandel, die Postverwaltungen und die Verlage aus dem In- und Ausland zeigten sich am Ende der dreitägigen Veranstaltung mit den erzielten Umsätzen überwiegend zufrieden bis sehr zufrieden. Das Vorziehen der Veranstaltungsfolge um einen Tag auf den Turnus Donnerstag bis Sonnabend habe sich insgesamt bewährt und werde deshalb auch im kommenden Jahr bei Briefmarken-Börse Nummer 30 beibehalten. Es gab einen erstmals in Deutschland ausgerichteten multinationalen Neuheitenwettbewerb mit 167 Exponaten aus vier Ländern. Die Aussteller waren sehr kreativ, um Juroren und Publikum mit Einfällen zu beeindrucken, die deutlich von den alten Regularien abweichen und wurden dafür mit Geldpreisen belohnt. Sieger wurde der Saarbrücker Günter Litwinschuh mit seinem Exponat "Mailart". Stark zeigten sich die Schweizer Teilnehmer, die Rang 2 bis 5 belegen. Bei der Deutschen Post wurden die Sonderstempel "125 Jahre Automobil" und der zum Neuheitenwettbewerb am meisten eingesetzt. Die Sammler fragten nicht nur nach Sondermarken, sondern immer wieder auch nach den Dauerwerten der Serie "Blumen". Der Jugendbereich stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Indianer. Die speziell für jugendliche Sammler ausgerichtete Ausstellung Grande JUPEX AMERICA-NA hatte deutschlandweit Resonanz bei Ausstellern und Fachpresse. Die Jurybewertungen waren so gut, daß 18 der 19 auf Rang 1 gezeigten Exponate die Berechtigung für internationale Ausstellungen erhielten. Hochwertige Philatelie zeigte sich besonders in der postgeschichtlichen Ausstellung mit Teilnehmern aus sechs verschiedenen europäischen Ländern, sondern auch im dazugehörenden Symposium und im Forum, wo einer der Referenten sogar aus Haifa (Israel) kam. Die Postgeschichte soll im kommenden Jahr mit zusätzlichen Exponaten italienischer Sammler ausgeweitet werden. Außerdem ist eine neue Wettbewerbsklasse für moderne Postgeschichte geplant. Das erstmals ohne Eintrittsgebühr offene Symposium war entsprechend gut besucht und wird auf CD und in den DASV-Rundbriefen dokumentiert. Der erstmals verliehene Rauhut-Literaturpreis für besonders gute Rundbriefe ging an die Arbeitsgemeinschaft "Bayern (klassisch)". Er ist mit 1500 Euro dotiert. Den Vize-Rang belegt die Motivgruppe Musik. Der Termin der kommenden Internationalen Briefmarken-Börse Sindelfingen steht bereits fest: 25. bis 27. Oktober 2012.

01.11.: Erst nach dem Ausgabetag 13. Oktober - gleichzeitig Ersttag der eingedruckten Marke - meldete die Deutsche Post die Herausgabe einer neuen Blankoganzsache "Deutsche Erfindungen", die kleineren Verbänden oder Vereinen die Möglichkeit gibt, diese nach eigenen Entwürfen gestalten zu lassen. Eingedruckt ist der 55-Cent-Wert "Technik" aus der Serie "In Deutschland zu Hause - Einfallsreichtum" vom 13. Oktober. Die Herstellung erfolgte im Mehrfarben-Offsetdruck der Fa. Deutscher Philatelie-Service GmbH, Wermsdorf. Die Blankoganzsache ist nur in Verpackungseinheiten à 100 Stück erhältlich. Der Preis beträgt 65 Euro.

01.11.: Wie die Deutsche Post AG heute bekannt gab, verschiebt sich ein Ausgabetag im Jahre 2012. Demnach erscheinen die Juni-Neuheiten nicht am 7., sondern am 14. des Monats. Welche Neuheiten an welchen Tagen herauskommen, steht allerdings immer noch nicht fest. Dem Vernehmen nach will das BMF das Ausgabeprogramm 2012 mit Ausgabedaten erst im November veröffentlichen!

01.11.: Philatelie vom Feinsten bietet die 49. AIX-PHILA-Auktion am 25. und 26. November in Aachen: Die wohl bekanntesten altdeutschen Marken, der schwarze Bayern-Einser sowie der Sachsen-Dreier in der seltenen braunroten Variante, kommen in jeweils bester Qualität zu Schätzpreisen von 700 bzw. 4000 Euro unter den Hammer. Aber auch weniger bekannte Marken aus dieser Zeit, z.B. aus Bremen, suchen ihre Liebhaber. Kaum jemals in einer solchen Fülle angeboten präsentieren sich die sogenannten "Futschau-" und "Tsingtau"-Provisorien aus der Zeit des chinesischen Boxeraufstandes, Marken zu 10 Pfennig, die mit "5 Pf." überdruckt wurden. Das spektakulärste Stück dabei ist ein senkrechtes Typenpaar aus Kiautschou, von welchem vielleicht gerade noch ein Dutzend weltweit existieren dürfte Sehr reichhaltig und qualitativ hervorragend ist das Angebot von Zusammendrucken und Markenheftchen des Deutschen Reiches, ebenso von Danzig, Memel und der Sowjetischen Besatzungszone. Nachkriegsdeutschland ist mit allem, was Rang und Namen hat (Posthornsätze, Währungsblocks usw.), wie üblich gut vertreten. Grönland schickt eine Reihe seltener Paketpotomarken ins Rennen, die Schweiz u.a. eine "Basler Taube". Vor den Briefmarken werden Münzen mit einer großen Menge an Gold und Silber versteigert. Den traditionellen Höhepunkt der Auktion bilden mehr als 2000 Sammlungen, Posten und ganze Nachlässe mit Schätzpreisen, die bei 10 Euro beginnen und so auch manchem Sammler mit kleinem Geldbeutel große Chancen eröffnen. Zahlreiche Ländersammlungen starten allerdings erst im vierstelligen Bereich, eine Spezialsammlung Danzig gar erst bei 10 000 Euro. Das bemerkenswerteste Objekt, eine sechsbändige, mit etlichen Besonderheiten und Briefen gespickte Kollektion "Deutsche Lokalausgaben", startet mit 20 000 Euro. Eine Fülle Motivsammlungen - u. a. "Sport" in 80 Steckbüchern für 10 000 Euro - beschließt diese an unberührten Objekten dieses Mal besonders reich.

01.11.: Ungeachtet der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten wurden bei der Heinrich-Köhler-Auktion Ende September in Wiesbaden Spitzenpreise für seltene Briefmarken und Briefmarkensammlungen verzeichnet. Dabei zeigte sich einmal mehr, daß sich Briefmarken und postgeschichtliche Philatelie weiterhin starker Nachfrage auch in Zeiten der Weltfinanzkrise erfreuen. Der höchste Zuschlag der Auktion ging mit 180 000 Euro an einen Brief vom Erstausgabetag 1. Juli 1850 des "Sachsen Dreiers"! Sächsische Destinationen stark nachgefragt Weitere herausragende Ergebnisse wurden auffällig häufig bei vollständig belassenen Sammlungen erzielt. So wurde eine Kollektion "Königreich Bayern" von 25 000 Euro Startpreis auf 125 000 Euro gesteigert; eine Sammlung "Königreich Sachsen" von 30 000 Euro auf 90 000 Euro. Eine Sammlung "Briefmarken und Briefe der Altdeutschen Staaten" kletterte von 100 000 auf 135 000 Euro. Herausragende Ergebnisse verbuchten auch Briefe aus dem Königreich Sachsen adressiert in die ganze Welt. Zumeist Sammler aus Fernost und Amerika ersteigerten die seltenen Belege nach China, Java, Uruguay und Peru. Eine Fünf-Farben-Frankatur der Ausgabe Johann 1855 nach Canton in China gelaufen realisierte 42 840 Euro (inkl. Aufgeld). Eine Kombinationsfrankatur mit Wappenausgabe 1863 und englischer 1-Schilling-Marke über Alexandrien nach Shanghai gelaufen lag im Ergebnis über 38 000 Euro (inkl. Aufgeld). Von 3000 auf 21 000 Euro zog eine 17 Neugroschen-Johann-Frakatur nach Uruguay, einer der seltensten Auslandsbriefe dieser Ausgabe. Bemerkenswert auch etliche Lose aus dem Hauptkatalog, z.B. eine Marke des Deutschen Reiches von 1932 mit dem Werteindruck "Rdf" statt "Rpf" (Reichspfennig). Es handelt sich um eine der seltensten Abarten des Deutschen Reiches, von der kaum Einheiten bkannt sind. Dieses Stück war einem Liebhaber stolze 20 825 Euro (inkl. Aufgeld) wert. Insgesamt wurde ein Ergebnis von fast 5 Millionen Euro (Auktionszuschlag plus Aufgeld, ohne Mehrwertsteuer) erzielt. Geschäftsführer Dieter Michelson erklärte das überaus erfreuliche Auktionsergebnis auch mit den Ereignissen an den Finanzmärkten der letzten Monate. Nachdem zahlreiche Anleger mit komplex strukturierten Kapitalanlagen erhebliche Verluste erlitten haben, wenden sie sich nun wieder Sachwerten mit zusätzlichen emotionalen Werten zu. Die Furcht vor zukünftiger Inflation im Euro-Raum verstärkt den Trend zur "Philatelie als konservatives Anlageobjekt mit Spaß-Faktor".

01.11.: Das Auktionshaus Felzmann versteigerte im Rahmen seiner 134. Internationalen Auktion vom 8. bis 12. November 2011 außergewöhnliche Objekte der Zeppelin- und Flugpost. Die am 10. November stattfindende Spezial-Auktion zog das Interesse vieler Sammler aus dem In- und Ausland auf sich. Direkt im Anschluß folgte eine weitere Sonderauktion, auf der über 1000 Lose mit italienischem Material im Blickpunkt standen. Die Aerophilatelie, vor allem die Historie der Zeppeline und ihre legendären Fahrten, ist heute noch ein spannendes Forschungs- und Sammelfeld. Dabei zählt die Polarfahrt 1931 zu den wichtigsten Fahrten überhaupt. Das liegt nicht nur an den zum großen Teil ästhetisch sehr ansprechenden Belegen. Es sind unter anderem die verschiedenen Auflieferungs-, Ankunfts- und Bordpoststempel, die der Fahrt in der Postgeschichte eine ganz besondere Bedeutung geben. Die hohe Bedeutung kannte auch John Duggan, der ein begeisterter Sammler war und nicht nur den Wert sah, sondern auch mit viel Liebe und großer Fachkenntnis seiner Leidenschaft nachging. Er gründete die Zeppelin Study Group und leitete diese bis zu seinem Tod. Er widmete sich der Zeppelin-Forschung, verfaßte umfangreiche Schriften und galt international als einer der wichtigsten Zeppelin-Experten. Seine Sammlung an Zeppelinpost wuchs über die Jahre immer mehr, und die Sammlerwelt kann froh darüber sein, da John Duggan seine Begeisterung zur Philatelie an seinen Sohn Michael weitergab. Michael Duggan führte die Forschungssammlung weiter und komplettierte sie. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen bei der Polarfahrt 1931, aber auch die Nordlandfahrt spiegelt sich in ansprechenden Objekten wider. Außerdem waren John und Michael Duggan sehr interessiert an Zuleitungen von Afghanistan bis Vatikan. Die Anzahl der philatelistischen Besonderheiten war derart groß, daß sich das Auktionshaus Felzmann schnell entschloß, eine Spezial-Auktion zu veranstalten und einen Sonderkatalog aufzulegen. Doch nicht nur die "Forschungssammlung John und Michael Duggan" wirde auf der 134. Felzmann-Auktion aufgelöst. Auch Positionen aus vier weiteren Ausstellungssammlungen zählten zu den Schwerpunkten des Zeppelin-Spezial-Angebotes, das mehr als 1700 Positionen umfaßte. Es sind vor allem Zeppelinbelege aus den Jahren 1930 bis 1933. Außerordentlich groß ist die Auswahl an Briefen, die zur Südamerika-, Polar- und Chicagofahrt befördert wurden.

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Oktober 2011

09.10.: Vor einigen Monaten forderte Post-Chef Frank Appel unüberhörbar eine Portoerhöhung zur Deckung der gestiegenen Kosten in der Briefsparte. Seitdem treibt die Deutsche Post die Planungen voran, wie in der aktuellen Ausgabe der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu lesen ist. So soll das Porto für einen Standardbrief im Inland von 55 Cent auf 60 Cent steigen. Drastische Preissprünge sind bei den Zusatzleistungen in der Planung. Das Übergabe-Einschreiben soll künftig 2,50 statt bisher 2,05 Euro kosten. Die Vorbereitungen für neue Dauerserien-Werte sind bereits angelaufen. Die Deutsche Post scheint also optimistisch zu sein, daß sie mit ihrem Antrag auf Portoerhöhung durchkommt. Bis jetzt hat sich die Regulierungsbehörde, die dem Antrag zustimmen muß, allerdings noch nicht geäußert!

09.10.: Neu ist die Idee nicht: Gut ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen 2012 in London hat die Britische Post beschlossen, jeden britischen Goldmedaillengewinner - ob im Einzel oder in der Mannschaft - mit einer Sondermarke zu ehren. Wenn sich die Leistungen von Peking 2008 fortsetzen, kommt einiges auf die Sammler zu. Damals gewann Großbritannien 19 Goldmedaillen!

09.10.: Als Neuauflage mit aktualisiertem Vorderseiten-Design erscheint zu der am 1. November 2011 beginnenden Winterpromotion-Aktion im Filialbereich das Markenset "Engel und Taube". So berichtet die DBR in ihrer aktuellen Ausgabe. Es enthält je fünf selbstklebende Sonderpostwertzeichen "Engel" bzw. "Taube" zu 55 Cent aus der Serie "Post" 2010 und kostet 5,50 Euro. Da es sich um eine optisch geringfügig modifizierte Version des bereits im Vorjahr erschienenen Promotion-Markensets vom 2. November 2010 handelt (auf der Vorderseite ist der Hinweis "Briefmarken für Sendungen bis 20 g und 235 x 125 x 5 mm." entfallen), gibt es aus diesem Grund keinen gesonderten "Erstverwendungsstempel". Damit wird auch der Erstverkaufstag, der in einigen Bundesländern Feiertag ist ("Allerheiligen"), kein Problem für Sammler.

09.10.: Die Lizenzverhandlungen zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und der Deutschen Post stehen - laut DBR - vor dem Abschluß! Bekanntlich darf die Deutsche Post noch bis Ende nächsten Jahres die vom BMF herausgegebenen Briefmarken exklusiv vertreiben. Für den Zeitraum danach gab es eine europaweite Ausschreibung, in der die Deutsche Post anscheinend der einzig ernst zu nehmende Kandidat war. Mit einer Vertragsunterzeichnung ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Der neue Lizenzvertrag läuft sieben Jahre mit einer Option für drei weitere Jahre.

09.10.: Alle zwei Jahre vergibt ASCAT, die Organisation der international führenden Herausgeber von philatelistischen Katalogen, Alben und Zeitschriften, den "ASCAT Grand Prix" - den vielleicht renommiertesten Preis in der Philatelie. In diesem Jahr hat das ASCAT-Komitee ihre Durchlaucht, Fürst Albert II von Monaco, als Preisträger gewählt. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt und fördert Fürst Albert II die Philatelie. Auch in diesem Jahr hat er wiederum das Patronat für die Ausstellung "MonacoPhil 2011" übernommen. Diese alle zwei Jahre stattfindende internationale Ausstellung philatelistische Raritäten wird vom Club de Monte Carlo organisiert. Fürst Albert II kommt aus einer Familie engagierter Philatelisten. Sein Großvater, Fürst Albert I, hat eine fantastische Briefmarken-Sammlung zusammengetragen, die von Fürst Luis II weitergeführt wurde und schließlich den Grundstock der Sammlung des monegassischen Postmuseums bildete. Das Museum wurde vom späteren Fürsten Rainer III 1950 gegründet. Mit der Entgegennahme des ASCAT-Grand-Prix am 2. Dezember 2011 beim Gala-Dinner der internationalen Ausstellung "MonacoPhil", neigt sich für den frisch vermählten Fürst Albert II ein sehr ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Die monegassische Post würdigt das Ereignis mit der Ausgabe einer Sonderbriefmarke. Die Markenabbildung zeigt den ASCAT-Preis, eine Glas-Skulptur in den Farben des Fürstentums Monaco und der Grimaldi-Familie, die vom international bekannten schwedischen Glas-Künstler Hakan Gunnarsson entworfen und geschaffen wurde.

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September 2011

12.09.: Entgegen den sonst üblichen Gepflogenheiten soll Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl noch zu Lebzeiten eine Sondermarke bekommen (siehe Erstmeldung in der DBR 2/11, Seite 3). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kündigte sie für dieses Jahr an. Schon im Frühjahr gab es aber Verzögerungen. Angeblich bestand Kohl auf der Nennung all seiner akademischen Titel auf der Marke - eine künstlerische Bürde, die der Kunstbeirat offenbar nicht tragen wollte. Auch die beabsichtigte Farbe schien dem CDU-Politiker nicht zu gefallen. Seitdem ist das Vorhaben nicht entscheidend vorangekommen, so daß sich mancher fragt, ob die Kohl-Marke überhaupt noch erscheint. Sicher ist jedenfalls, daß das in diesem Jahr nicht mehr nicht mehr passieren wird!

12.09: Die "Deutsche Briefmarken-Revue" bringt in ihrer aktuellen Ausgabe einen interessanten Kommentar über den angeblich desaströsen Zustand des BDPh: "Daß es im Innern des Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) längst nicht so harmonisch zugeht, wie das nach außen hin den Anschein hat, wußten Insider schon länger. Daß die Gräben inzwischen nahezu unüberwindbar tief sind, offenbarte die Hauptversammlung, die im Rahmen des 112. Deutschen Philatelistentages am 3. September in Wuppertal stattfand. Erste Risse zeigten sich schon bei der Wahl des neuen Schatzmeisters. Lars Böttger, der nach dem Rücktritt von Franz Fischer - ihm wurde für seine fast 13-jährige Amtszeit mit Applaus gedankt - das Amt schon fast ein Jahr kommissarisch geführt hatte, bewarb sich um dessen Nachfolge. Da er aus seiner konsequenten und angesichts der Finanzlage erforderlichen Sparpolitik keinen Hehl machte, gab es schon im Vorfeld in den Landesverbandsspitzen Rumoren. 11 889 Gegenstimmen bei der geheimen Wahl - rund 20 Prozent der gültigen Stimmen - waren da wohl als Mahnung zu verstehen, den Rotstift nicht zu sehr und vor allem nicht an der falschen Stelle anzusetzen. Wie die Interessenlage der meisten Landesverbände ist, zeigte die Diskussion um die Haushaltspläne für 2012 und 2013. Böttger plante einen auf den ersten Blick drastischen Einschnitt bei den Zuschüssen für Ausstellungen und erntete massiven Protest vor allem der süddeutschen Mitgliedsverbände. Dabei beruhten seine Zahlen auf den bis dato vorliegenden Anträgen, d.h., jeder Verein, der für die Jahre 2012 und 2013 eine Ausstellung beantragt hat, bekommt den üblichen Zuschuß! Die Reduzierung dieser Position ist vielmehr ein Abbild der tatsächlichen, seit Jahren zu beobachteten Entwicklung, daß sich immer weniger Ausrichter für Rang- und ähnliche Ausstellungen finden. Wer aufmerksam zuhörte, vernahm aus dem Auditorium nach Abschluß der Diskussion den Vorschlag, die Haushaltspläne sollten vom Verwaltungsrat, der aus den Vorsitzenden der Landesverbänden besteht, überarbeitet und dann dem Vorstand vorgelegt werden. Diese Umkehrung der Geschäftsführung - nicht der Vorstand, sondern das Kontrollorgan Verwaltungsrat macht das Tagesgeschäft - ist offenbar inzwischen im BDPh Fakt und beschwor einen Eklat herauf, als über die Zukunft der Philatelistentage abgestimmt werden sollte. BDPh-Präsident Dieter Hartig hatte schon vor längerem verkündet, daß es in seiner, bis 2013 laufenden Amtszeit beim jährlichen Philatelistentag bleibt. Eine Mehrheit der Landesverbände im Verwaltungsrat war da anderer Meinung und wollte einen Zwei-Jahres-Rhythmus zusammen mit dem Bundestag einführen, also das nächste Mal wieder in 2013. Wolfgang Maaßen machte stellvertretend für das Organisationskomitee der IPHLA 2012 in Mainz das Angebot, den 113. Deutschen Philatelistentag ebendort kostenneutral durchzuführen. Gerhard Weiß, Ehrenvorsitzender des Verbandes der Philatelisten in NRW - einem Verband, der die Tradition der Philatelistentage pflegt und lebt - unterbreitete den Kompromißvorschlag, die Abstimmung um zwei Jahre zu verschieben, da es für 2012 ein "kostenloses" Angebot gäbe und 2013 in jedem Fall ein Philatelistentag sein solle. Doch die Front derer, die nach über 120 Jahren den Jahresrhythmus nicht mehr wollten, war nicht aufzuweichen. Da nützte auch der Hinweis von BDPh-Präsident Hartig nichts, daß die Kosten der jährlichen Philatelistentage bisher durch eine großzügige Spende eines Versandhauses weitgehend gedeckt wurden. Sein Einwurf führte aber zum eigentlichen Kern der Sache, daß nämlich die Landesverbände in erster Linie die Kosten für die Delegierten einsparen wollen. Auf die Idee, daß man dazu beispielsweise auch die Anzahl der Offiziellen reduzieren könnte, schien niemand gekommen zu sein. Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen: ein demontierter BDPh-Präsident, ein Verwaltungsrat, der seine Aufgabe in bedenklicher Weise abwandelt, Landesverbände, die 2009 gegen Beitragserhöhungen und 2011 gegen Aufgabenkürzungen stimmen, brüskierte Vertreter anderer Verbände, auf deren Anwesenheit offenbar kein Wert mehr gelegt wird, und der mitgliederstärkste philatelistische Verband in Deutschland, der auf dringende Zukunftsfragen keine Antwort hat. Zwar wurden nach jahrelangem Hin und Her die (vagen) Vorschläge einer Zukunftskommission angenommen, aber konkrete Lösungen für die aktuellen, nicht wirklich neuen Probleme - ein jährlicher Schwund von 1800-2000 Mitgliedern und deutlich geringere Einnahmen auch durch sinkende Zuwendungen der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte - gab es von keiner Seite. Daß ein Kernproblem die Basis selbst ist, zeigte sich nach der Festrede am Sonntag, als sich auch nach dreimaliger Aufforderung kein Ausrichter für den Philatelistentag 2013 finden ließ!"

12.09.: Mit einer tollen Eröffnungsfeier im Lichthof des Museums für Kommunikation und einem Symposium, das Kenner aus dem In- und Ausland zusammenführte, wurde Ende letzter Woche die große Mauritius-Schau in Berlin eröffnet, die noch bis 25. September läuft. 18 der berühmten Mauritius Post Office - acht blaue und zehn orangerote - sind in den Stelen der abgedunkelten Schatzkammer des Museums für Kommunikation ausgestellt. Nie zuvor waren so viele der berühmten Mauritius-Marken an einem Ort zu sehen. Wer die einzelnen Objekte aufmerksam studiert, dem wird so einiges auffallen. Etwa die unterschiedliche Erhaltung einzelner Stücke, besonders kraß bei einer orangeroten Mauritius in Nachbarschaft zu dem zweifelhaften sogenannten "Limbo" oder die unterschiedliche Größe der vermeintlichen "Ball Covers". Absolut sehenswert ist auch die Begleitausstellung, die Unbedarfte auf sehr intelligente Weise mit dem "Mythos Mauritius" vertraut macht. Ohne Philatelie geht es dort natürlich auch nicht. Aber der Schwerpunkt der kindgerechten und breit gefächerten Schau liegt auf Informativem, Unterhaltsamen (z.B. Ausschnitten aus einer Mauritius-Auktion) und Kuriosem rund um die berühmtesten Briefmarken der Welt.

12,09.; Mit der "Trauermarke" gibt die Deutsche Post am 13. Oktober eine Sondermarke heraus, die keinen aktuellen Anlaß, sondern von Bestattungsunternehmen und Privatpersonen in Trauerfällen benutzt werden soll. Dementsprechend wird sie, im Gegensatz zu anderen Sondermarken, über einen längeren Zeitraum im Verkauf sein, wahrscheinlich bis sie in 2012 von einer weiteren "Trauermarke" abgelöst werden wird. Ob sich dies später auch in einer höheren Auflage ausdrückt, wird davon abhängen, wie dieses Postwertzeichen angenommen wird.

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August 2011

12.08.: Jährlich veranstaltet der Bundesverband Junger Briefmarkenfreunde, die Deutsche Philatelisten-Jugend, den "Tag der Jungen Briefmarkenfreunde". Mehrere Dutzend lokale Jugendgruppen präsentieren sich im Zeitraum vom 30. Juli bis 16. Oktober. Das Motto des diesjährigen TdJB lautet "Astronomie" - passend zu den im August erscheinenden Plus-Marken für die Jugend. In unterschiedlichen Formen präsentieren sich die Jugendgruppen, von Briefmarkenausstellungen über Tauschtagen bis zu Aktionen in der Fußgängerzone. Bei fünf der Aktionen werden Sonderstempel eingesetzt - am 14.08 in Sauensiek (Motiv Carl-Friedrich Gauß), und in Bochum (Heinz Kaminiski, Gründer und Leiter der Sternwarte), 10. September in Hamburg (Motiv Raumschiff und Sterne), 20.9. Berlin (Astronom Bruno H. Bürgel) und am 27.9. in Neuhardenberg (Astronom Johann Georg Pawlitsch). Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.dphj.de in der Rubrik TdJB.

12.08.: Auf der "Gmunden 2011", einem Philatelistischen Salon im Rang 2 und Rang 3 vom 26. bis 28. August im Kongreßhaus von Gmunden, werden zwei Automatenwertzeichendrucker aufgestellt, die ATM's mit dem Eindruck "GMUNDEN 2011" ausdrucken. Außerdem kommt ein Sonder-Einschreibzettel zum Einsatz.

12.08.: Im Rahmen der Marken Edition 1 ist ein 62-Cent-Wert mit dem Motiv "Muschelschncke" erschienen. Muschelschnecken sind Weichtiere und leben weltweit in Salz-, Brack- und Süßwasser; die Lebenserwartung reicht von etwa einem Jahr bis zu ca. 300 Jahren. Am 2. August kommt ein weiterer Wert zu 62 Cent heraus, der eine Klimt-Zeichnung trägt. Gustav Klimt war ohne Zweifel einer der bedeutendsten österreichischen Maler und einer der berühmtesten Vertreter des Wiener Jugendstils, auch Wiener Secession genannt. Die abgebildete Klimt-Zeichnung heißt "Fischblut" und wurde 1898 in der Zeitschrift "Ver Sacrum" veröffentlicht. Die Marken kosten jeweils 2,10 Euro, im Abo 1,60 Euro. Als Bestandteil der Marken Edition 8 ist seit 12. Juli ein Achterbogen "Augarten Porzellan" mit je vier Marken zu 62 und 70 Cent erhältlich. Er kostet 9,90 Euro, im Abo 7,90 Euro. Die Marken Edition 20 wird am 9. August mit einem Zwanzigerbogen "Österreichische Zweiräder" und am 16. August mit einem Zwanzigerbogen "Pilze" fortgesetzt. Auf den Werten zu 62 (15) und 70 Cent (5) sind verschiedene Zweiräder und Pilzarten - Speisepilze und giftige Pilze - zu sehen. Die Bogen kosten jeweils 19,90 Euro, im Abo 14,90 Euro.

12.08.: Zum Jubiläum "75 Jahre Tag der Briefmarke in Deutschland" kommt am 11. August eine weitere Gedenkganzsache heraus. Der Tag der Briefmarke geht auf eine Idee von Hans von Rudolphi (1884-1944) zurück. Er wollte damit auf die Bedeutung der Briefmarke für die Post, die Allgemeinheit und als Mittel zur völkerverbindenden Kommunikation hinweisen sowie für das Sammeln als interessantes Hobby und seine Organisationen werben. In Deutschland feierte man den Tag der Briefmarke zum ersten Mal am 7. Januar 1936, dem Geburtstag von Heinrich von Stephans. Eingedruckt ist das am selben Tag erscheinende Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag zum selben Anlaß. Die Collage, mit der der Umschlag illustriert ist, zeigt historische Briefmarken, die anläßlich eines "Tages der Briefmarke" erschienen sind. Diese Marken repräsentieren die Sammelgebiete Saarland, BRD, Deutsches Reich, DDR und Berlin. Der Verkaufspreis der Ganzsache beträgt 1 Euro.. Ebenfalls am 11. August bringt die Deutsche Post eine Messeganzsache aus Anlaß des 112. Deutschen Philatelistentages in Wuppertal vom 2. bis 4. September 2011 in Umlauf, auf der derselbe Wertstempel eingedruckt ist. Abgebildet sind darüber hinaus u.a. Sonderstempel, die in der Vergangenheit zum Tag der Briefmarke eingesetzt wurden. Der Verkaufspreis ist ebenfalls 1 Euro. Für beide Ganzsachen gibt es einen Erstverwendungsstempel Bonn. Die Ganzsachen sind bei der Versandstelle in Wieden und auf Messen etc. erhältlich.

12.08.: Die vierte 10-Euro-Silbermünze in diesem Jahr ist dem bekanntesten Schelm aller Zeiten gewidmet: Till Eulenspiegel. Nach außen spielte er den Narr. Seine Streiche, mit denen er Unzulänglichkeiten und Mißstände anprangerte, zeigten, daß er den meisten seiner Mitmenschen intellektuell überlegen war. Für die Gestaltung der Eulenspiegel-Münze zeichnete Friedrich Brenner (Diedorf) verantwortlich. Die Münze wurde in München (D) geprägt. Sie hat einen Durchmesser von 32,5 mm. Nach dem Beschluß der Bundesregierung wird sie in zwei Legierungen hergestellt: Kupfer-Nickel-Legierung für die normalen Umlaufmünzen und aus Silber (625 Silber/375 Kupfer) für die höherwertige Sammlerqualität "Spiegelglanz". Welche Ausführung in welchen Mengen am Ausgabetag 14. Juli zur Verfügung steht, ist noch nicht bekannt.

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Juli 2011

02.07.: Für über fünf Jahren, am 4. Mai 2006, erschien im Rahmen der Dauerserie "Blumen" ein Ergänzungswert zu 390 Cent mit dem Motiv "Feuerlilie", was dem damaligen Porto für ein Päckchen entsprach. Mit der Anhebung der Päckchen-Portos um 20 Cent auf 410 Cent und der Herausgabe einer entsprechenden Wertstufe am 2. Januar 2010 verschwand die "Feuerlilie" langsam aus dem Sortiment. Die zum 1. Juli 2011 vorgesehene Preisänderung bei Päckchen International (Päckchen EU: 8,90 Euro; Päckchen Welt: 15,90 Euro) führt am 7. Juli 2011 zur Ausgabe des neues Ergänzungswertes zu 500 Cent "Enzian". Zusammen mit der Dauermarke "Feuerlilie" können dann die neuen Päckchenpreise International weiter mit zwei bzw. mit vier Briefmarken abgebildet werden. Aus diesem Grund wird die Wertstufe zu 390 wieder in das Schalter-Angebot aufgenommen.

02.07.: Die Produktion der diesjährigen Zuschlagsmarken "Für die Jugend", die am 11. August erscheinen, führt zu einer Besonderheit, die nur noch selten vorkommt, nämlich zu Zusammendrucken zweier Werte! Die beiden Werte zu 55+25 Cent der Serie werden zusammen in einem Zehnerbogen gedruckt und in zwar in der Weise, daß von jedem Motiv fünf Werte untereinander angeordnet sind, die jeweils miteinander verbunden sind. Es können also waagerechte Paare beider Werte herausgetrennt werden. Waagerechte Zusammendrucke zweier verschiedener Werte aus Schalterbogen hat es in der Vergangenheit schon einige Male gegeben, etwa zum "Tag der Briefmarke 1978" (MiNr. 980-981) oder zur MOPHILA '85 in Hamburg (MiNr. 1255-1256).

02.07.: Am 10. Juni feiert die Eisenbahnstrecke von Erfurt nach Meiningen ihr 10-jährigen Bestehen. Ein Bahnhofsfest aus diesem Anlass am 11. Juni wartet mit vielen - auch philatelistischen - Attraktionen auf. Ein Besuch in Meiningen ist sicher lohnenswert, denn unweit der Veranstaltung befindet sich das Dampflokwerk, das zu Führungen einlädt. Aufgrund des Zusammenschlusses der Deutschen Reichsbahn und mit der Deutschen Bundesbahn waren Anfang der 90er Jahre viele Strecken in Südthüringen nicht mehr ausgelastet und standen vor der Stilllegung. So kam für die Erfurter Industriebahn der Zeitpunkt, sich neu zu aufzustellen. Bereits am 24. Mai 1998 übernahm sie Personenverkehrsleistungen zwischen Erfurt und Leinefelde. Ein weiterer Schritt war die Gründung des Tochterunternehmens Süd-Thüringen-Bahn GmbH am 10. Dezember 1999, ein Gemeinschaftsunternehmen der Hessischen Landesbahn GmbH und der Erfurter Industriebahn (EIB). Als Logo wurde der Lauf der Strecke um die Werra gewählt. Dieses Logo ist an den Seitenflächen der Fahrzeuge ersichtlich. Nach dem abgeschlossenen Verkehrsvertrag mit dem Land Thüringen übernahm diese Bahn die gesamte Werrastrecke von Eisenach über Meiningen nach Eisfeld und Wernshausen über Schmalkalden nach Zella-Mehlis. Am 10. Juni 2001 kam schließlich die Strecke Erfurt nach Meiningen dazu. Aus Anlaß des 10-jährigen Jubiläums wird es am 11. Juni ein Bahnhofsfest in Meiningen mit vielen Attraktionen geben. Höhepunkt ist sicherlich der Pendelverkehr des "Adler" ab 10 Uhr auf der Strecke Meiningen-Walldorf. Ebenfalls ist eine Taufe eines Fahrzeuges der Süd-Thüringen-Bahn vorgesehen. Auf der Bühne im Bahnhofsgelände wird ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Verschiedene Städte, Gemeinden und Vereine sind mit Informationsständen vertreten. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Die Philatelisten der Stadt Meiningen präsentieren zwei Sonderstempel und je einen Souvenirumschlag und eine Souvenirkarte zum Jubiläum. Zu Gast in der Bahnhofshalle ist das Team "Erlebnis: Briefmarken" aus Hanau und wird beide Sonderstempel abschlagen und aufgegebene Post weiterleiten. Ein weiterer Höhepunkt der Meininger Briefmarkenfreunde sind Vorstellung und Verkauf der personalisierten Briefmarke der Österreichischen Post zu den Thema "10 Jahre Südthüringenbahn". Natürlich besteht auch wieder die Möglichkeit, diese Marke in Wien abstempeln und direkt an die Heimatadresse original laufen zu lassen. Weitere philatelistische Informationen über: Matthias Reichel, Wohnpark 2, 98639 Rippershausen, reichel.matthias@t-online.de.

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Juni 2011

01.06.: Als Nachfolger von Dr. Hans-Karl Penning, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Herr Christian Geigle (49) zum neuen Präsidenten des Bundes Philatelistischer Prüfer (BPP) gewählt. Damit vollzog sich ein schon länger vorbereiteter Generationswechsel an der Spitze des Verbandes. Vizepräsidenten sind weiterhin Peter Sem und Rolf Tworek. Schrift- und Geschäftsführer bleibt Dr. Helmut Oechsner. Für Udo Fleiner, der nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Gunnar Gruber zum Schatzmeister gewählt. Dr. Hans-Karl Penning wurde zum Ehrenpräsidenten des BPP ernannt und außerdem mit der Köhler-Medaille 2011 für außerordentliche Verdienste um das Prüfwesen ausgezeichnet.

01.06.: Wie aus der "Deutschen Briefmarkenrevue" (DBR) zu erfahren ist, wird die im Februar 2011 angekündigte erste Internationale Briefmarken-Börse Schkeuditz bei Leipzig vorerst nicht realisiert. Das teilte die Messe Sindelfingen in diesen Tagen den Händlern mit, die sich bislang angemeldet hatten. Teile des Fachhandels hätten deutlich Bedenken hinsichtlich der regionalen Kaufkraft geäußert. Die Erwartung, die Standmieten nochmals deutlich zu reduzieren, sei an dem anvisierten Standort, einer professionell gemanagten Messehalle, nicht realisierbar. Auch sei bei Bekanntgabe der ursprünglichen Pläne zu Jahresbeginn nicht absehbar gewesen, dass im Herbst 2013 die NAPOSTA auf der nahe gelegenen Messe Leipzig ausgerichtet werden soll. Die Messe Sindelfingen nimmt deshalb im Interesse aller Marktteilnehmer von den Plänen für Schkeuditz vorerst Abstand. Die volle Konzentration gilt nun den Internationalen Briefmarken-Börsen in Sindelfingen (27.-29. Oktober 2011) und München (1.-3. März 2012).

01.06.: Die "Deutsche Briefmarkenrevue" warnt vor einem alten Stmepel, der bei ebay angeboten wurde! Daß bei eBay immer wieder ältere Original-Poststempel gehandelt werden, ist nichts Neues. Wenn für einen solchen Stempel wie im aktuellen Falle bei Auktionsende (4. Mai 2011) 385 Euro bezahlt werden, verdient dies Beachtung. Der Anbieter "theodorliebe", ein reger Verkäufer mit 1852 Bewertungen, davon 99,8% positiv, beschrieb den Stempel wie folgt:
"Orig. Poststempel; Holz/Eisen mit Datumeinstellung, Deutsche Schiffspost - Seedienst Ostpreussen des Motorschiff 'MS Hansestadt Danzig' Route Swinemünde-Pillau; der Stempelausdruck ist deutlich lesbar bis auf die Anfangsbuchstaben von 'Hansestadt Danzig', Dm. 3,7 cm, Hoch 12,5 cm, die Datumeinstellung 6.2.33 läßt sich nicht verändern, da fehlt vermutlich ein Tropfen Öl, keine auffälligen Rostansätze, bei dem Stempel handelt es sich garantiert um ein Original ! ! ! Fragen werden gern beantwortet; beachten Sie auch meine anderen Angebote.' Ob ein Liebhaber der deutschen Schiffspost oder ein Filoutelist den stattlichen Beitrag investiert hat, wird sich irgendwann zeigen. Jedenfalls sollten Belege mit diesem Stempel genau unter die Lupe genommen werden.

01.06.: Das Ergebnis der "Wahl der schönsten Briefmarke Europas 2009" war diesmal relativ knapp: Mit 17,35% verteidigte Deutschland seinen Titel und gewann insgesamt zum vierten Mal den Wettbewerb. Als Zweiter setzte sich Norwegen mit 14,22% der abgegebenen Stimmen gegen die Färöer-Inseln durch, die 11,54% erreichten. Die siegreiche deutsche Marke zeigt einen Sonnenuntergang und stammt aus der Wohlfahrtsserie "Himmelserscheinungen". Norwegen punktete mit einer Blockausgabe, auf der Sonne und Mond zu sehen sind. Die Färöer-Inseln schickten ein stimmungsvolles Bild mit dem Sonnenuntergang an der Küste von Leynar ins Rennen. Am letzten Samstag der 21. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen wurden die Urkunden und Preise auf an Vertreter der erfolgreichen Nationen überreicht. Insgesamt neunzehn europäische Postverwaltungen hatten eine Marke nominiert - häufig diejenige, die in dem Heimatland bereits zur schönsten Marke gekürt worden war. Darum hat der Wettbewerb, der bereits zum 14. Mal von der in Ratingen erscheinenden Fachzeitschrift "Deutsche Briefmarken-Revue" (DBR) veranstaltet wurde, ein Jahr "Verzögerung". Die Wahlunterlagen für die 15. Auflage sind im Herbst 2011 bei der DBR, Postfach 10 82 54, 40863 Ratingen oder im Internet unter www.deutsche-briefmarken-revue.de erhältlich.

01.06.: Vom 13. bis 15. Mai suchen die Jungen Briefmarkenfreunde ihre Deutschen Mannschaftsmeister im Erlebnishaus Altmark in Zethlingen in Sachsen-Anhalt. Angeschlossen ist eine Briefmarkenausstellung der Jugend im Rang 3. In insgesamt fünf Wettbewerben müssen jeweils zwei Jugendliche mit ihrem Betreuer ihr Wissen und Können zur Philatelie und dem Wettbewerbsthema "Bauernhof" beweisen, bevor am Ende feststeht, ob das bayerische Team aus Rosenheim seinen Vorjahrestitel verteidigt hat. Nähere Informationen unter www.dphj.de.

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Mai 2011

01.05.: Nach der verheerenden Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan ist das Organisationskomittee der Philanippon 2011 in der Hafenstadt Yokohama bemüht, den Eindruck von Normalität zu vermitteln. Auf der Startseite der Homepage (www.philanippon.jp) bedanken sich die Organisatoren für die weltweite Anteilnahme und versichern, die Vorbereitungen für die Briefmarken-Weltausstellung vom 27. Juli bis 2. August zu einem guten Abschluss zu bringen. Mit einer Karte will man die Aussage unterstreichen, dass Besuchern keine radioaktive Verstrahlung droht, weil der Flughafen Narita 193 km und Yokohama selbst 252 km vom Unglücksreaktor in Fukushima entfernt liegt. Den Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) scheint das nicht überzeugt zu haben. Der für die Philanippon zuständige Kommissar Dr. Wolfgang Leupold informierte jetzt die deutschen Sammler, die sich beim ihm für die Weltausstellung angemeldet hatten, dass der BDPh seine Teilnahme abgesagt hat. Auch andere europäische Sammlerverbände verzichten offenbar auf eine Präsenz in Japan. Ob die Philanippon dadurch beeinträchtigt wird, bleibt abzuwarten.

01.05.: Die diesjährige Essener Briefmarken-Messe vom 5. bis 7. Mai in der Halle 1 A der Essener Messe bietet den Besuchern zum 35-jährigen Jubiläum einige Überraschungen. Wie aus der "Deutschen Briefmarkenrevue" (DBR) zu erfahren ist, wird mit einem Sonderstempel die am 26. Juni in Deutschland beginnende Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen bedacht. Am Freitag, dem 6. Mai, wird von 12 bis 13 Uhr eine Nationalspielerin, die im aktuellen WM-Kader steht, zu einer Autogrammstunde erwartet!

01.05.: Zum Saisonabschluß am 14. Mai - letztes Bundesliga-Heimspiel - hat der 1. FC Köln einen Sonderstempel beantragt, der eine Stadtansicht und Vereinswappen mit dem Geißbock "Hennes" zeigt. Dieser Stempel wird im Stadion eingesetzt, ist aber auch beim Philatelie-Shop in der Postfiliale Köln, Breite Str. 6-26 (WDR-Arkaden), erhältlich. Ob es für die Kölner etwas zu feiern gibt (nämlich den Klassenerhalt) oder zum wiederholten Mal der Gang ins Unterhaus anzutreten und es damit tatsächlich das (vorerst) letzte Bundesliga-Heimspiel ist, bleibt abzuwarten. Die Führung des 1. FC Köln scheint ganz optimistisch zu sein, sonst hätte sie den Stempel wohl kaum beantragt.

01.05.: Laut "Deutscher Briefmarkenrevue" erscheint am 5. Mai eine neue Blankoganzsache mit eingedruckter 55-Cent-Marke "125 Jahre Automobil", die am selben Tag auch naßklebend herauskommt. Mit der Blankoganzsache besteht die Möglichkeit für kleinere Verbände oder Vereine, diese nach eigenen Entwürfen gestalten zu lassen. Sie ist nur in Verpackungseinheiten à 100 Stück zum Preis von 65 Euro erhältlich.

01.05.: Da in Deutschland zum Internationalen Jahr der Chemie 2011 keine Ausgabe erscheint, hat die Thematische Arbeitsgemeinschaft Technik und Naturwissenschaften in eigener Regie eine Pluskarte Individuell anfertigen lassen, die gleichzeitig den 200. Geburtstag des großen deutschen Chemikers Robert Bunsen ehrt. Auf der Rückseite der Karte sind einige seiner Erfindungen abgebildet: der Bunsenbrenner, der Spektralanalysator und die Wasserstrahlpumpe. Mit Hilfe der Spektralanalyse entdeckte Bunsen gemeinsam mit G. R. Kirchhoff die Elemente Cäsium und Rubidium. Die Karte ist erhältlich bei Dr. Fritz Baumgardt, Unter den Eichen 7, 16556 Borgsdorf, Telefon 03303/50 11 07, baumgardt.borgsdorf@freenet.de. Es gibt auch einen entsprechenden Plusbrief, der jedoch nur in kleiner Serie hergestellt wurde.

01.05.: Seit Jahren läßt sich die Deutsche Post sehr viel Zeit mit der Veröffentlichung der Auflagen von Zuschlagsmarken. Die letzten bekannten Verkaufszahlen stammen von der Sporthilfe-Serie 2003 (!). Ab den Jugendmarken desselben Jahres tappt man im Dunkeln. Äußerungen der Zuschlagsempfänger hinter vorgehaltener Hand bestätigen allerdings eine Fortsetzung des schon zuvor zu beobachtenden Abwärtstrends. Einen indirekten Anhaltspunkt lieferte jetzt der Vorsitzende des Aufsichtsrates und Kuratoriums der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Werner E. Klatten, bei der Präsentation der diesjährigen Sportzuschlagsmarken im März in Berlin, als er darüber klagte, daß die Serie des Vorjahres (2010) mit 1,23 Millionen Euro Erlösen das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Sporthilfe einbrachte. Die Tatsache, daß immer weniger Briefe geschrieben werden, ist sicher nur ein Grund. Schwierigkeiten beim Vertrieb über die Schalter und eine rückläufige Zahl von Neuheiten-Sammlern fallen vermutlich stärker ins Gewicht. Mit der Reduzierung der Zuschlagsmarken ab 2012 (siehe DBR 4/11, Seite 9) dürfte sich die Verringerung der Zuschlagserlöse sogar noch stärker fortsetzen.

01.05.: Die Duisburger Briefmarkenfreunde e.V. veranstalten vom 13. bis 15. Mai 2011 im Kulturzentrum Duisburg Huckingen, Steinhof, ihre vierten Duisburger Philatelietage, DUPHIL die Vierten. Ihnen ist es gelungen, die seltenste Briefmarke der Welt, nämlich die One Cent British Guyana, für den Zeitraum der Ausstellung nach Duisburg zu holen! Die Marke wird am Samstag und Sonntag (14. und 15. Mai) von 10 bis 16 Uhr für jedermann kostenlos zugänglich sein. Sie wird das Herzstück der Schatzkammer sein. Es werden aber viele andere interessante Sammlungen zu sehen sein, wie zum Beispiel Teile der größten Heimatsammlung Duisburg und das Exponat "Lebenszeichen" , Post aus Konzentrationslagern des NZ-Regimes, von Dr.Willy Hartmann. Auch für Jugendliche wird u.a. die größte Sammlung mit Fischmotiven ausgestellt. Darin sind bewußt einige Fehler eingebaut, die es gilt zu entdecken. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Weiterhin wird es Vorträge, Infostände und viele Informationen rund um das Hobby Briefmarkensammeln geben. Es besteht auch die Möglichkeit, Marken oder Sammlungen von einem Auktionator in den oben angeführten Zeiten kostenlos schätzen zu lassen. Weiter Informationen können bereits schon jetzt bei Klaus Kühn unter Telefon 0177 / 70 75 47 0 oder e-Mail duisburg.kuehn@t-online.de angefordert werden.

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April 2011

02.04.: Mit der Messeganzsache und einem Sonderstempel wird auch das 125-jährige Automobil-Jubiläum auf der 21. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen vom 5. bis 7. Mai 2011 gefeiert. Die Deutsche Post engagiert sich auch in der Nachwuchsförderung im deutschen Rennsport. Auf ihrem Großstand kann man an allen drei Messetagen einen Boliden aus dem Porsche Carrera Cup bestaunen. Am Freitag, dem 6. Mai, kommt in der Zeit von 10 bis 14 Uhr der Nachwuchsfahrer Mario Fahmbacher und stellt sich den Fragen und Autogrammwünschen. Farnbacher fährt in seinem zweiten Jahr die ADAC Formel Masters und hat beste Chancen, diese Serie zu gewinnen. Dies hat er schon letztes Jahr eindrucksvoll gezeigt, als er die letzten drei Rennen für sich entschied. Er kommt aus einer Motorsportfamilie. Sein Vater und Bruder sind auch gefahren bzw. fahren Rennen und haben ein eigenes Motorsportteam.

02.04.: Die sowjetische Postverwaltung gab zur 1. Allunions-Briefmarkenausstellung am 5. Dezember 1932 zwei Sondermarken heraus, die zur dreifachen Nominale verkauft wurden, um die Veranstaltungskosten zu decken. Jeweils zwei Exemplare beider Werte wurden in einem ungezähnten Block ohne Gummi an geladene Gäste abgegeben. Aber es gibt noch eine Steigerung des ohnehin raren Blocks: ein Vorlagestück mit einem entsprechenden Randeindruck zum Bericht des Allrussischen-Zentral-Exekutiv-Komitees Nr. 16832 und daneben gesetzter Unterschrift! Diese Top-Rarität der russischen Philatelie konnte Auktionator Ulrich Felzmann auf seiner Frühjahrsauktion vom 24. bis 26. Februar 2011 offerieren. Der Ausruf für dieses seltene Stück lag bei 80 000 Euro, der Zuschlag schließlich bei 105 000 Euro. Der Block war Bestandteil des ausgesprochen großen Raritäten-Angebotes von Rußland/Sowjetunion, das zu den Schwerpunkten der 132. Felzmann-Auktion gehörte.

03.04.: Die Itella Posti Oy gibt in Finnland den traditionellen Ostersonderstempel heraus, mit dem man seine Ostergrüße am Montag, dem 18. April, in der Hauptpost Helsinki (Mannerheimintie 1 A, 00100 Helsinki) stempeln lassen kann. Man bekommt den Stempel, wenn man die Sendungen in den Briefkasten der Hauptpost für Sonderstempel einwirft. Alle Sendungen werden mit einem Gummistempel gestempelt. In diesem Jahr ist das Motiv des Ostersonderstempels ein aus Weidenkätzchenzweigen geflochtenes Gewinde, das von Jukka Talari entworfen wurde. Der Sonderstempel eignet sich besonders gut für Ostergrüße, die mit der von Leena Airikkala entworfenen Briefmarke Tulpenstrauß frankiert wurden. Die Marke wird am 1. April 2011 herausgegeben Kunden können eine kleine Menge Karten/Briefe, für die sie einen Sonderstempel wünschen, an die Adresse Helsingin Postikeskus, Vastaanotto/Erikoisleimat, Pääsiäisen erikoisleima, Pl 1031, 00011 Itella, Finnland, richten. Zum Vorausstempeln können höchstens zehn Karten oder Briefe mit gültigen Postwertzeichen geschickt werden. Außerdem muß auch ein frankierter Antwortumschlag beigelegt werden.

02.04.: Wie in der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu lesen ist, erscheint am 5. Mai eine neue Markenbox 100 mit 100 Sonderpostwertzeichen "Caspar David Friedrich - Der Wanderer über dem Nebelmeer" aus der Serie "Deutsche Malerei" à 55 Cent auf einem Trägerstreifen (rückseitig in Fünferschritten nummeriert). Diese selbstklebende Version der Bund MiNr. 2840 ist eine neue Ausgabe und wird dementsprechend eine MiNr. Bekommen. Der Verkauf der Markenbox erfolgt ab 5. Mai durch die Niederlassung Philatelie sowie (Zug um Zug) in Postfilialen und -agenturen. Über die Niederlassung Philatelie ist auch die Abgabe als Fünferstreifen möglich.

02.04.: Um die Jahreshauptversammlung attraktiver zu machen, hat der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) ein zweitägiges Programm organisiert, das zukünftig an wechselnden Orten zur Regel werden soll. Dadurch war die Jahreshauptversammlung am 13. März in Köln wesentlich besser besucht als in den Vorjahren. Im Mittelpunkt der fünfstündigen Veranstaltung stand die Neuwahl des Vorstandes, dessen Amtszeit fünf Jahre beträgt. Durch die Satzungsänderung mußte eine Verkleinerung von sieben auf fünf Mitglieder durchgeführt werden. Mit fast 99% der abgegebenen Stimmen wurde Arnim Hölzer als Präsident wiedergewählt. Eine ebenso deutliche Mehrheit konnte auch Wolfgang Lang als 1. Vizepräsident für sich verbuchen. Für die Wahl des 2. Vizepräsidenten und der beiden Beisitzer stellten sich jeweils mehrere Kandidaten zur Verfügung. Zum 2. Vizepräsidenten wurde Stefan Jopke gewählt, zu den Beisitzern Bernd Holsten und Stefan Lutter.

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März 2011

05.03.: Der Ausgabetag der Juli-Neuheiten ist vom 14. um eine Woche auf den 7. Juli vorverlegt worden. Die Terminverschiebung soll dem Vernehmen nach mit einer Markenübergabe zusammenhängen.

05.03.: Bei der Herstellung der Sondermarke für Altkanzler Helmut Kohl (siehe DBR 2/11, Seite 3) gibt es Verzögerungen. Selbst bei günstigstem Verlauf ist mit einer Herausgabe wohl nicht vor Spätsommer zu rechnen.

05.03.: Hamburg 1864 - ungezähnt und gezähnt (MiNr. 8 f und MiNr. 12 I a) zusammen auf einem Brief - diese wahrlich sensationelle Neuentdeckung einer wertstufengleichen Mischfrankatur ist das Highlight eines fast 200 Positionen umfassenden "Hamburg"-Angebotes, das am 4. Februar 2011 in der Auktionsgalerie der Firma Schwanke in der Kleinen Reichenstraße versteigert wird. Derartige Mischfrankaturen sind sehr selten, und es sind insgesamt nur eine Handvoll Briefe bekannt. In dieser Kombination, jedoch mit der viel häufigeren MiNr. 12 II b wurde ein Brief in der "Kuphal"-Sammlung zum Preis von 26 000 Franken verkauft.

05.03.; Die Marken der Serie" Post" sind in diesem Jahr den "vier Elementen" gewidmet. Die Marken zeigen die Motive "Wasser", "Erde", "Feuer" und "Luft". Diese vier Elemente bestimmen das Leben der Menschen und prägen ihre Sicht der Welt.

05.03.: Die Serie "Für den Sport" mit insgesamt vier Zuschlagsmarken behandelt (zweimal) das Thema "Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft", Turn-Europameisterschaft" und "Hockey-Weltmeisterschaft". Alle drei Ereignisse finden in diesem Jahr in Deutschland statt!

05.03.: Die Messe Sindelfingen expandiert. Im November gibt es im Leipziger Globana Trade Center in der Nähe des Flughafens Leipzig-Halle und des Autobahnkreuzes Schkeuditz deshalb erstmalig eine "Internationale Briefmarken-Börse".

05.03.: Zur "Spring Stampex" in London vom 23. bis 26. Februar gab es von der Dt. Post AG einen speziellen Messebrief, der auf ihrem Stand verkauft wurde.

05.03.:Die beiden Marken zu 45 und 55 Cent der am 7. April erscheinenden Serie "Fachswerkbauten in Deutschland" mit Fachwerkhäusern aus Alsfeld und Hartenstein soll es auch als Rollenmarken geben, die am 7. Juli verausgabt werden sollen, wie in der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu lesen ist.

05.03.: lt. DBR wird die Ausgabe der Gedenkganzsache "100 Jahre Viermastbark Passat" vom 11. August auf den 4. Mai vorverlegt, da es die Ganzsache zum 75. Jubiläum zum "Tag der Briefmarke" am 11. August geben soll.

05.03.:Seit Ende Januar gibt es bei der Versandstelle in Weiden die neuen Plusbriefe für das inner- und außereuropäische Ausland mit und ohne Sichtfenster. Der Verkaufspreis beträgt 75 Euro für 100 Stück und ist somit ohne Aufpreis für das Papier! Der Verschlußstreifen trägt die Bedruckung www.plusbiref-individuell.de und neben dem Wertstempel gibt es den Vermerk "PRIORITY", wie man ihn auch aus dem Ausland auf Zudruck bzw. Aufkleber kennt. Bisher bekannt sind die Auftragsnummern C20/1500263112 FSC C006578 BA59001 (ohne Fenster) und C20/1500263112 FSC C006578 BA59002 (mit Fenster).

05.03.: Seit Februar gibt es von der Dt. Post AG auch eigene Maximumkarten. Erschienen ist bisher zu 75 Cent "Weltkulturerbe UNESCO-Altstadt Regensburg".

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Februar 2011

05.02.: Wie aus der "Deutschen Briefmarken-Revue" (DBR) zu erfahren ist, wird es bei der Herstellung der Sondermarke für Altkanzler Helmut Kohl tz Verzögerungen kommen. Selbst bei günstigstem Verlauf ist mit einer Herausgabe wohl nicht vor dem Spätsommer zu rechnen.

05.02.: Die beiden Werte zu 45 und 55 Cent der am 7. April erscheinenden Serie "Fachwerkbauten in Deutschland", die frühzeitliche Fachwerkhäuser in Alsfeld und Hartenstein zeigen, werden auch auf der Rolle produziert und in dieser Form am Ausgabetag 7. Juli in die Schalter gelangen. Der 55-Cent-Wert wird dabei den "Dachs" ersetzen, der dann in Rollenform gut 1 ½ Jahre in den Postfilialen war, sich dort aber nicht gerade zum Verkaufsschlager entwickelte. Die Ausgabe sowohl in Bogen als auch von Rollen führt zusätzlich zur Katalogisierung von waagerechten Paaren (aus Zehnerbogen) und Rollenmarken mit rückseitigen Nummern. Spezialisten sollten dies beachten und sich die auslaufende "Dachs"-Marke rechtzeitig in den benötigten Varianten zum Postpreis besorgen.

05.02.: Die neuen Plusbriefe (mit und ohne Fenster) mit vereinheitlichtem Porto für das inner- und außereuropäische Ausland sind seit Ende Januar bei der Versandstelle in Weiden erhältlich und warten mit einigen Überraschungen auf, wie die "DBR" festgestellt hat: Da ist zunächst der Verkaufspreis von 75 Euro für 100 Stück, also erstmals ohne Papierpreiszuschlag. Der Verschlußstreifen trägt eine neue Bedruckung, und es befindet sich ein neuer "PRIORITY"-Vermerk neben dem Wertstempel.

05.02.: die "DBR" meldet, daß der Australier Robert Gray, der seit 2002 Leiter der UNO-Postverwaltung am Hauptsitz in New York ist, am 14. Februar 2011 in Ruhestand gehen wird. Sein Nachfolger wird der Amerikaner David Failor, der ebenfalls ein ausgewiesener Postfachmann ist. Noch bis zum 31. Januar 2011 wird er seinen neuen Posten als Exekutivdirektor der US-Post bekleiden, wonach er dann zur UNO-Postverwaltung wechseln wird.

05.02.: Die Forschungsgemeinschaft "Tag der Briefmarke" im BDPh hat aus Anlaßs des Jubiläums "75 Jahre Tag der Briefmarke in Deutschland" eine Ganzsache - Blankoganzsache BDPh (Postplakat) - mit Zudruck herausgegeben Diese Ganzsache ist mit einem Tagesstempel des Teams Berlin "Erlebnis: Briefmarke" vom 7. Januar 2011 mit der Post gelaufen. Die tatsächlich vorhandene Codierzeile ist auf der Abbildung nur zu erahnen. Der Preis für die Ganzsache beträgt 2,50 Euro zuzüglich der Portokosten. Belege sind erhältlich bei: Hubert Oho, Postfach 31 10, 26180 Rastede, Telefon 04402/38 63 oder 98 53 72, hubert.oho(at)ewetel.net.

05.02.: Die Deutsche Post wirbt in ihren Filialen mit Aufstellern und ausliegenden Prospekten unter dem Titel "Große Überraschung" u.a. für ein 5er-Plusbrief-Set zu einem Aktionspreis von 2,99 Euro. Was sich dahinter verbirgt, weiß aber zumindest vor Ort keiner so genau. Postsprecher Erwin Nier erklärte auf Nachfrage der DBR: "Grundsätzlich handelt es sich beim Plusbrief 5-er Set um ein Standardprodukt, das hier zum Aktionspreis von 2,99 Euro bis zum 28. Februar 2011 angeboten wird." Es handelt sich also nicht um ein speziell für diese Aktion aufgelegten Plusbrief mit neuem Wertstempel, sondern um welche aus dem aktuellen Programm.

05.02.: Die Postphilatelie weitet ihr Angebot weiter aus! Nach echt gelaufenen Ersttagsbriefen werden nun auch Maximumkarten aufgelegt.
Für 2011 sind insgesamt fünf solcher Ausgaben geplant:
- 3. Februar 2011 "Weltkulturerbe der UNESCO Altstadt Regensburg"
- 7. April 2011 Serie "Fachwerkbauten in Deutschland" (2 Motive)
- 5. Mai 2011 "125 Jahre Automobil"
- 14. Juli 2011 "500 Jahre Till Eulenspiegel"
- 15. September 2011 "100 Jahre Elbtunnel Hamburg"
Der Preis der ersten Maximumkarte mit einem Regensburg-Motiv beträgt 2 Euro. Die Auflage ist auf 3000 Stück pro Motiv limitiert.

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